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Lexikon 


 … Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine modular aufgebaute Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, die vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben wird. Sie nutzt dafür das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

 

… Endenergie

Endenergie ist der nach Energiewandlungs- und Übertragungsverlusten übrig gebliebene Teil der Primärenergie, die den Hausanschluss des Verbrauchers passiert hat. Endenergie kann als Primärenergieträger vorliegen (z. B. Erdgas) oder in eine sekundäre Energieform umgewandelt worden sein.

 

 … Energieausweis

Er soll darüber Auskunft geben, ob es sich bei der Immobilie um einen Energiefresser oder um ein sparsames Haus handelt. Mieter beziehungsweise Käufer erfahren so die anfallenden Energiekosten und können verschiedene Wohnungen und Häuser auch hinsichtlich ihres Verbrauchs vergleichen.

 

… Energieeffizienz

Die Energieeffizienz ist ein Maß für den Energieaufwand zur Erreichung eines festgelegten Nutzens. Ein Vorgang ist dann effizient, wenn ein bestimmter Nutzen mit minimalem Energieaufwand erreicht wird.

 

… Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) beschreibt die gesetzlichen Mindestanforderungen für Neubauten und Sanierungen. Sie enthält zudem Nachrüstverpflichtungen für die Dämmung oberster Geschossdecken, Rohrleitungsdämmungen und den Austausch veralteter Heizkessel. Sie vereint die frühere Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung.

 

… Energieverbrauchskennzeichnung

Die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von unterschiedlichen Gütern (Geräte, Gebäude, Autos) dient zur Unterstützung der Kaufentscheidung, indem sie Auskunft über die Energieeffizienz bei der Nutzung gibt.

 

… Fernwärme

Unter Fernwärme versteht man das Transportsystem von Wärmeenergie (Warmwasser oder Heizdampf) durch meist unterirdische Rohrsysteme vom Erzeuger oder von der Sammelstelle der Abwärme aus Produktions- oder Energieerzeugungsprozessen zur Beheizung ganzer Siedlungen oder Stadtteile. Die Temperatur des Wassers in den üblicherweise gut gedämmten Fernwärmeleitungen liegt zwischen 60 und 110 Grad Celsius. Die Abwärmenutzung ist umweltfreundlich und verbessert den Wirkungsgrad von stromerzeugenden Kraftwerken. Blockheizkraftwerke nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme gezielt als Nahwärme zur Beheizung kleinerer Gebiete wie Wohnanlagen.

 

… Graue Energie

Der Begriff bezeichnet die Energie, die für die Bereitstellung von einem Produkt oder einer Dienstleistung – also für Herstellung, Transport und Lagerung, aber auch für die Entsorgung – aufgewendet werden muss.

 

… Heizenergiebedarf

Unter Heizenergiebedarf versteht man die Energiemenge, die dem Heizungssystem des Gebäudes in Form von Brennstoffen, Nah- bzw. Fernwärme oder Strom zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf des Gebäudes zu decken. Abhängig von den Verlusten des Heizsystems liegt der Heizenergiebedarf meist über dem Heizwärmebedarf.

 

… Heizkraftwerk

Ein Heizkraftwerk (HKW) ist eine industrielle Anlage zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme in einem Kuppelprozess, der Kraft-Wärme-Kopplung. Aufgrund der Notwendigkeit der Einspeisung in ein Fernwärmenetz liegen Heizkraftwerke in der Nähe von städtischen Verdichtungsräumen oder Industrieanlagen mit hohem Wärmebedarf.

 

… Heizwärmebedarf

Der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden hängt von zwei Faktoren ab: von der wärmetechnischen Qualität des Gebäudes und vom Heizverhalten der Nutzer. Ein von den Zufälligkeiten des Nutzerverhaltens unabhängigen Kennwert für die wärmetechnische Qualität von Gebäuden ist deren Heizwärmebedarf.

 

… Kilowattstunde

Die Kilowattstunde (kWh) ist eine Energieeinheit. 1 kWh ist die Energie, die z.B. eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in 1.000 Stunden aufnimmt oder abgibt. Sowohl der Energiebedarf im Haus (z.B. für die Heizung) als auch die verbrauchte Menge eines bestimmten Energieträgers (etwa Strom oder Gas) wird in kWh gemessen bzw. umgerechnet.

 

… Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem gemeinsamen thermodynamischen Prozess, üblicherweise in einem Heizkraftwerk.

 

… LED-Beleuchtung

Beleuchtungssysteme mit LED-Technologie wandeln bis zu 40 Prozent des Stroms in Licht um und sind damit hocheffizient. Zum Vergleich: Bei der guten alten Glühbirne beträgt die Lichtausbeute nicht mehr als rund fünf Prozent vom Energieaufwand, der Rest wird als Wärme an die Umwelt abgegeben! Die LED (Light Emitting Diode) gibt demgegenüber nur wenig Strahlungswärme ab.

 

… Primärenergie

Als Primärenergie bezeichnet man in der Energiewirtschaft die Energie, die mit den ursprünglich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht, etwa als Brennstoff (z. B. Kohle oder Erdgas), aber auch Energieträger wie Sonne, Wind oder Kernbrennstoffe.

 

… Sekundärenergie

Sie wird in der Energiewirtschaft durch Energieumwandlung oder Raffination erzeugt bzw. veredelt, um die Energie leichter transportieren oder nutzen zu können. Beispiele hierfür sind Koks, Briketts, Kokereigas, Mineralölerzeugnisse wie etwa Benzin und in Wärmekraftwerken erzeugter Strom.

 

… Stand-by-Modus

Der Bereitschaftsbetrieb („Stand-by“) technischer Geräte (Computer, Drucker, TV-Gerät) ist so etwas wie ein „Schlummermodus“, der zum Energiesparen beitragen soll und zugleich die schnelle Reaktivierung und Nutzung des Systems ermöglicht. Allerdings ist der Verbrauch von Geräten im Stand-by nicht gleich Null.

 

… Thermografie

Thermografie (oder Thermographie) ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Temperatur eines Objekts an verschiedenen Stellen gemessen und bildlich dargestellt werden kann. Die Thermografie wertet dabei die Intensität der Infrarotstrahlung an den verschiedenen Stellen des Objekts als Indiz für dessen Temperatur.

 

… Wärmerückgewinnung

Bei verschiedenen Wärme- und Kälteprozessen lässt sich zur Steigerung der Energieeffizienz das Verfahren der Wärmerückgewinnung einsetzen. Je nach Technologie wird aus der anfallenden Abluft, aus dem Abwasser, aus Gasen (vor allem bei industriellen Prozessen) oder festen Stoffen thermische Energie gewonnen. Je nach System lassen sich durch Wärmerückgewinnung Anschlussleistung, Energieverbrauch und Schadstoffemissionen zum Teil erheblich reduzieren und zudem Investitions- und Betriebskosten sparen.

 

… Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Leistung einer Maschine und liegt zwischen Null (Null Prozent) und Eins (100 Prozent). Die ungenutzte Energie wird umgangssprachlich auch als Energieverlust bezeichnet.